HUMAN RIGHTS WATCH

Kosovo: Neuer Staat soll auf rechtsstaatlichen Prinzipen basieren

Schutz von Minderheiten ist zentral für die Zukunft des Kosovo

(Brüssel, 15. Februar 2008) – Das Kosovo steht kurz vor der Erklärung der Unabhängigkeit. Die neue Regierung und ihre internationalen Partner sollen nun sicher stellen, dass der neue Staat auf demokratischen und rechtsstaatlichen Prinzipien gegründet wird, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Sieben-Punkte-Programm für Menschenrechte im Kosovo. Die von der Europäischen Union geleitete Mission zur Stabilisierung der Provinz nach der Trennung von Serbien soll dringend Maßnahmen ergreifen, um Menschenrechtsverletzungen, besonders gegen Frauen und Minderheiten, zu verhindern.

„Durch die Militärintervention im Kosovo 1999 sollten die Menschenrechte der albanischen Bevölkerung geschützt werden, die von der serbischen Regierung verletzt wurden”, so Holly Carter, Leiterin der Abteilung Europa und Zentralasien von Human Rights Watch. „Deshalb ist es absolut notwendig, dass das neue Kosovo die Menschenrechte aller Bevölkerungsgruppen respektiert.”  
 
Das Memorandum von Human Rights Watch „A Human Rights Agenda for a New Kosovo” nennt sieben der dringlichsten Menschenrechtsprobleme im heutigen Kosovo: